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Welches Holz für die Terrasse?

Alles Wissenswerte rund um die Holzterrasse

Ob Frühstück in der Sonne, Mittagsschläfchen im Liegestuhl oder Grill-Party am Abend, viele Aktivitäten werden in der warmen Jahreszeit auf die Terrasse verlagert und so wird sie im Sommer zum Lieblingsplatz Nummer eins. Besonders beliebt sind Holzterrassen. Sie strahlen Wärme und Natürlichkeit aus und das Material überzeugt durch seine Pflegeleichtigkeit und Haltbarkeit. Doch nicht jede Holzart eignet sich für den Job als Terrassendiele, deshalb ist es im Vorfeld wichtig, sich mit den verschiedenen Hölzern zu beschäftigen und das passende zu finden. Wir möchten Ihnen dabei helfen und erklären Ihnen im folgenden Beitrag, welche Möglichkeiten zur Auswahl stehen und was Sie beim Kauf von Terrassenholz beachten müssen.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Welches Holz für die Terrasse: Auf diese Eigenschaften kommt es an
    1.1 Welches Holz für die Terrasse: Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit
    1.2 Welches Holz für die Terrasse: Trocknung und Restfeuchte
    1.3 Welches Holz für die Terrasse: Eigenfettanteil
    1.4 Welches Holz für die Terrasse: Formstabilität
  2. FSC und PEFC: Was sagen die Zertifikate aus?
    2.1 FSC
    2.2 PEFC
  3. Welches Holz für die Terrasse: Tropische versus heimische Hölzer
    3.1 Welches Holz für die Terrasse: Tropische Hölzer
    3.2 Welches Holz für die Terrasse: Heimische Hölzer
  4. Unsere Top 5 Terrassenhölzer
  5. Sind WPC Terrassendielen eine Alternative?
  6. Reinigung und Pflege von Terrassenholz
  7. Welches Holz für die Terrasse: Unser Fazit

1. Welches Holz für die Terrasse: Auf diese Eigenschaften kommt es an

Hölzer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Optik, aber auch in Bezug auf ihre technischen Eigenschaften. Auf genau diese kommt es an, damit die Terrasse sowohl äußeren Witterungseinflüssen als auch menschlichen Belastungen standhält. Die perfekte Holz-Terrassendiele ist dauerhaft, verfügt über eine niedrige Restfeuchte, besitzt einen möglichst hohen Eigenfettanteil und zeichnet sich durch eine hervorragende Formstabilität aus. Im Folgenden nehmen wir die einzelnen Punkte mal ein wenig genauer unter die Lupe:

1.1 Welches Holz für die Terrasse: Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit

Wie widerstandsfähig, witterungsbeständig, formstabil und robust ein Terrassenholz ist, können Sie der Dauerhaftigkeits- beziehungsweise Resistenzklasse entnehmen. Es gibt fünf verschiedene Kategorien, die nach Norm DIN EN 350-2 klassifiziert werden. 1 ist die beste, 5 die schlechteste. Um den hohen Anforderungen einer Terrassendiele gerecht zu werden, sollte ein Holz idealerweise die Dauerhaftigkeitsklasse 1 oder 2 aufweisen. Liegt Ihre Terrasse im Schatten, spielt die Dauerhaftigkeit einer Holzart eine noch wichtigere Rolle als bei einem sonnigen und gut durchlüfteten Außenbereich.

1.2 Welches Holz für die Terrasse: Trocknung und Restfeuchte

Bei frisch geschlagenem Holz beträgt die Feuchtigkeit etwa 40 Prozent. Für die weitere Verarbeitung ist allerdings eine Restfeuchte von 15 bis 20 Prozent ideal. Es wird also zunächst getrocknet. Hierfür bieten sich zwei Verfahren an: Kammer- und Lufttrocknung. Beide Arten führen auf unterschiedlichem Wege zum Ziel. Die Kammertrocknung erfolgt computergesteuert und erzielt ganz genaue Werte zwischen 15 und 20 Prozent Restfeuchte. Zudem arbeitet, schwindet und quellt kammergetrocknetes Holz weniger. Die Lufttrocknung ist zwar das natürlichere und schonendere Verfahren, dauert aber deutlich länger und erreicht häufig nur ungenauere Werte um ca. 20 bis 25 Prozent.

Gut zu wissen:
Auf welche Weise das Holz getrocknet wurde, können Sie der Produktbeschreibung entnehmen. Das Kürzel KD steht für Kammertrocknung („kiln dried“, AD für Lufttrocknung (air dried“). Wir empfehlen kammergetrocknete Produkte, da sie eine höhere Qualität aufweisen.

1.3 Welches Holz für die Terrasse: Eigenfettanteil

Ein hoher Fettanteil ist bei Holz wünschenswert, denn er reduziert die Gefahr von Splittern – bei Terrassendielen ein nicht unbedeutender Vorteil. Warum splittert Holz überhaupt? Schuld ist die Sonneneinstrahlung. Sie macht das Holz spröde und es beginnt zu splittern. Vermeiden lässt sich dieser Vorgang nicht, aber hinauszögern. Denn je höher der Eigenfettanteil, desto später tritt das Problem auf.

1.4 Welches Holz für die Terrasse: Formstabilität

Der Naturwerkstoff Holz reagiert auf Temperaturschwankungen und Luftfeuchtigkeit. Es „arbeitet“, heißt es dann. Wie stark, variiert von Holzart zu Holzart. Für Terrassendielen ist es von Vorteil, wenn das Quell- und Schwindverhalten möglichst gering ausgeprägt ist, damit sie sich nicht verziehen und sich im schlimmsten Falle die Montageschrauben lösen.

Achtung: Seriöse Anbieter wie Traumboden24 verkaufen ausschließlich Terrassenholz, das über die erforderlichen Eigenschaften verfügt. Für immer hält jeder selbst das dauerhafteste Tropenholz nicht. Mit der richtigen Pflege, etwa speziellen Ölen, können Sie die Haltbarkeit von Terrassendielen aus Holz aber deutlich verlängern. Setzen Sie dabei auf ökologisch abbaubare Produkte, da die Pflegemittel im Laufe der Zeit durch den Regen ausgewaschen werden und in den Boden gelangen.

2. FSC und PEFC: Was sagen die Zertifikate aus?

Natürlich spielt die Optik der Holzterrasse eine Rolle, aber ob Sie Ihrem Wunsch auch auf Kosten der Umwelt nachkommen, liegt ganz allein in Ihren Händen. Europaweit regeln einheitliche Standards den verantwortungsvollen Abbau und Handel mit Holz. Weltweit ist dies leider nicht immer garantiert. Und so sollten Sie sich vor allem beim Kauf von tropischen Hölzern immer gut informieren, woher die Ware kommt, um keine illegalen Rodungen zu unterstützen. Halten Sie am besten Ausschau nach einem Qualitätssiegel. Sowohl das FSC- als auch das PEFC-Zertifikat stehen für Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Was genau dahintersteckt? Das schauen wir uns jetzt gemeinsam an:

2.1 FSC

Hinter den drei Buchstaben verbirgt sich das „Forest Stewardship Council”. Die Non-Profit-Organisation überprüft die Abholzbedingungen, die Arbeitsbedingungen vor Ort, die soziale Verträglichkeit und die Einhaltung von Umweltschutzstandards. Nur Ware, die den strengen Kriterien standhält, bekommt das FSC-Zertifikats verliehen.

2.2 PEFC

Diese Abkürzung steht für „Programme for the Endorsement of the Forest Certification Schemes“. Es ist vergleichbar mit unserem TÜV und kontrolliert den kompletten Weg des Naturwerkstoffs vom Regenwald in den Baumarkt oder in die Onlineshops. Das Holz muss höchste Ansprüche erfüllen, um das PEFC-Zertifikat tragen zu dürfen.

3. Welches Holz für die Terrasse: Tropische versus heimische Hölzer

Wer die Wahl hat … um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern, schauen wir uns im nächsten Schritt die Vor- und Nachteile von tropischen und heimischen Hölzern etwas genauer an.

3.1 Welches Holz für die Terrasse: Tropische Hölzer

Tropenhölzer gelten als besonders witterungsbeständig und langlebig. Dort, wo sie zu Hause sind, herrscht das feuchtwarme Klima der Subtropen und Tropen. Es gewährleistet eine konstante Nährstoffzufuhr, die dafür sorgt, dass das Holz viel fester und dichter ist als das der Bäume, die Europa wachsen. Viele Tropenhölzer enthalten außerdem ätherische Öle, was sie resistenter gegenüber holzzerstörenden Pilzen, Mikroorganismen und Insekten macht. Einziger, aber nicht zu ignorierender Wermutstropfen: Die Ökobilanz tropischer Hölzer schneidet deutlich schlechter ab als die von heimischen Holzarten, da die langen Transportwege einen hohen CO2-Ausstoß verursachen.

3.2 Welches Holz für die Terrasse: Heimische Hölzer

Dichte, Festigkeit und natürlicher Schutz sind bei europäischen Holzarten weniger stark ausgeprägt als bei Holz aus den Tropen. Trotzdem gibt es zahlreiche Hölzer aus der Region, die sich als Terrassendielen bewähren. Und zwar mit gutem Gewissen: Da sie nicht erst über den großen Ozean geschifft werden müssen, stellen sie eine nachhaltige und ökologische Lösung dar. Zudem sind sie in der Regel günstiger im Anschaffungspreis und schneller verfügbar. Auch lässt sich der An- und Abbau dank einheitlicher europäischer Umweltstandards leichter kontrollieren und bestätigen.

4. Unsere Top 5 Terrassenhölzer

Sobald Sie sich auf die Suche nach Holz Terrassendielen begeben, werden Sie feststellen, dass die Vielfalt an Terrassenhölzern enorm groß ist. In einem separaten Beitrag über Terrassenhölzer stellen wir Ihnen die einzelnen Arten genauer vor. Letztendlich sollten Sie nach Ihren eigenen Bedürfnissen und Vorlieben entscheiden. Unsere Empfehlungen möchten wir Ihnen trotzdem nicht vorenthalten – selbstverständlich inklusive Begründung, warum wir zu genau diesen Holzarten raten würden.

Douglasie

Die Douglasie besitzt zwar nur die Dauerhaftigkeitsklasse 3, wächst aber schnell und vor allem auch hierzulande, sodass nur kurze Transportwege anfallen. Optisch überzeugt sie mit einer lebendigen Maserung und einem attraktiven rötlichen Farbton. Bei richtiger Pflege können Terrassendielen aus Douglasie zehn Jahre und länger halten.

Sibirische Lärche

Auch dieser heimische Nadelbaum gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 3 und wächst im Vergleich zu anderen Holzarten sehr schnell. Das dynamische Zusammenspiel aus hellem Splint- und dunklem Kernholz sorgt für eine sehr ansprechende und freundliche Optik. Lärche besitzt einen hohen Harzgehalt und hält bis zu 15 Jahre.

Bangkirai

Mit seinem gleichmäßigen rotbraunen Farbton steht das tropische Terrassenholz auf der Beliebtheitsskala ganz weit oben. Bangkirai enthält ein besonderes Harz, das den Werkstoff aus Südostasien einen Platz in der Dauerhaftigkeitsklasse 2 einbringt und zu einem stabilen und widerstandsfähigen Begleiter für die nächsten 20 Jahre macht.

Cumaru

Das Holz des Tonkabohnenbaumes weist eine einheitliche Optik auf, trotzt Feuchtigkeit wie keine andere Holzart und gehört zu den härtesten der Welt. Nicht ohne Grund wird es der Dauerhaftigkeitsklasse 1 zugeordnet. Weiterer Vorteil: Da Cumaru nur wenig splittert, ist das südamerikanische Hartholz prädestiniert für den Einsatz als Poolumrandung.

Garapa

Um es kurz zu machen: sehr gut und günstig. Garapa stammt ebenfalls aus Südamerika, steckt sowohl Hitze als auch eine hohe Luftfeuchtigkeit locker weg und gehört zudem preislich zu den attraktivsten Terrassenhölzern. Es weist die Dauerhaftigkeitsklasse 2-3 auf und bringt eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahren mit.

Achtung: Natürlich spielt Geld eine Rolle, aber es sollte nicht das einzige Kriterium sein. Setzen Sie lieber auf eine hohe Qualität, damit sich die Ausgaben von selbst bezahlt machen. Minderwertige Dielen ziehen nicht selten erhebliche Ausbesserungskosten mit sich und werden deutlich früher als Fachhandelsware das Zeitliche segnen.

5. Sind WPC Terrassendielen eine Alternative?

Sie lieben die natürliche Optik von Holz, scheuen aber die Pflege oder möchten die Abholzung von Bäumen nicht unterstützen? Dann stellen WPC-Terrassendielen eine Alternative dar. Hergestellt aus einem Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff sehen sie dem Naturwerkstoff zum Verwechseln ähnlich und zeichnen sich durch zahleiche positive Eigenschaften aus. WPC-Dielen sind die perfekten Begleiter im Außenbereich, denn sie sind wasserabweisend, splitterfrei, pflegeleicht, formstabil, verzugsfrei und ressourcenschonend. Das Material besteht aus recycelten Holz- oder Bambusfasern und langlebigen Kunststoffen, die vermischt, erhitzt und dann in die Form einer Holzdiele gepresst werden. Je größer der Holzanteil, desto ähnlicher kommen sie in ihrem Aussehen – und in ihren Eigenschaften – echten Holzdielen. Weiterer Pluspunkt: Die bei Massivholz übliche Nacharbeit wie Nachsortieren, Nachschleifen und Ausrichten entfällt.
Zu finden ist unser WPC Sortiment unter Traumboden24.de.

6. Reinigung und Pflege von Terrassenholz

Die Bedingungen im Außenbereich sind natürlich ganz andere als im Wohnzimmer. Im Freien ist Holz deutlich mehr Belastungen ausgesetzt als innerhalb der eigenen vier Wände. Entsprechend robuster sind Terrassendielen aus dem Naturwerkstoff im Vergleich zu einem Parkettboden. Die Holzterrasse dürfen Sie ruhig mal im Rahmen der Reinigung mit Wasser abspritzen. Zudem ist eine regelmäßige Auffrischung der Oberfläche erforderlich, um den Schutz der Dielen zu erhalten. Da die Thematik doch ein wenig umfangreicher ist, gibt es zu den Punkten Reinigung und Pflege eigene Blogbeiträge, auf die wir an dieser Stelle verweisen möchten.

Auf die wichtigsten Punkte wollen wir trotzdem kurz eingehen: Säubern Sie den Freisitz regelmäßig von Ästen und Laub, der Griff zum Besen ist dafür ausreichend. Weiterhin empfehlen wir zwei Mal im Jahr eine Grundreinigung der Holzterrasse. Sowohl der Frühjahrsputz als auch der Herbst, wenn der Außenbereich winterfest gemacht wird, bieten sich hierfür an. Mithilfe der passenden Reinigungsmittel, die Sie selbstverständlich in unserem Onlineshop kaufen können, frischen Sie die Widerstandsfähigkeit, den Oberflächenschutz und die Farbe Ihrer Holz-Terrassendielen auf. Geeignet sind beispielsweise Pflegeöle mit Farbpigmenten.

7. Welches Holz für die Terrasse: Unser Fazit

Lassen Sie sich Zeit beim Kauf von Terrassenholz und informieren Sie sich im Vorfeld gut über die verschiedenen Optionen. Welche Optik ziehen Sie vor? Ist Ihnen die Ökobilanz Ihrer Holzterrasse wichtig? Wie hoch ist Ihr Budget? Wird Ihr Außenbereich stark beansprucht, liegt er im Schatten, leben Sie in einer regenreichen Gegend oder haben Sie Kinder oder Haustiere? All diese Faktoren spielen eine Rolle bei der Auswahl Ihrer zukünftigen Holz Terrassendielen. Die meisten Fragen lassen sich im Vorfeld beantworten und grenzen die Möglichkeiten schon mal deutlich ein.
Wir verstehen uns nicht nur als Anbieter, sondern auch als Ratgeber, und hoffen, dass unser Beitrag bereits dabei helfen konnte, einen guten Überblick über die Thematik zu bekommen. Legen Sie einen besonderen Fokus auf die Dauerhaftigkeit eines Holzes und achten Sie auf Qualitätszertifikate, wenn Sie auf Nummer sicher gehen und Ihre Entscheidung im Einklang mit der Natur treffen wollen. In unserem Angebot finden Sie ausschließlich Fachhandelsware aus ökologisch einwandfreier Forstwirtschaft. Stöbern Sie einfach mal in Ruhe in unserem umfangreichen Sortiment.