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Eine Holzterrasse oder WPC?

Was darf’s für Sie sein?

Terrassenbeläge gibt es aus vielen Materialien, die Auswahl ist entsprechend schwer. Wer sich allerdings ein wenig mit der Materie beschäftigt, findet meistens schnell heraus, ob die Tendenz Richtung Fliesen und Stein geht oder eher Richtung Holzterrasse. Ist Holz die bevorzugte Gestaltungsart, kommt in der Regel auch WPC infrage. Und spätestens an dieser Stelle wird es dann wirklich schwierig, denn obwohl die Optik auf den ersten Blick ähnlich scheint, haben sowohl Holz als auch WPC sehr unterschiedliche Vor- und Nachteile zu bieten. Wir vom Holzterrassen Kastell möchten Ihnen im folgenden Artikel einen umfassenden Überblick über die Materialeigenschaften von Holz und WPC verschaffen, damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können. Denn ein qualitativ hochwertiger Terrassenbelag kann Ihrer Terrasse ein langes Leben bescheren, daher sollten Sie Ihre Wahl so treffen, dass Sie auf lange Sicht damit glücklich sind.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Holz und WPC: Das Ausgangsmaterial
  2. Die Vorzüge einer Holzterrasse
  3. Die Vorzüge einer WPC Terrasse
  4. Die Preise für Holz und WPC Terrassen
  5. Ist eine Holzterrasse langlebiger als eine aus WPC?
  6. Optische Unterschiede zwischen WPC und Holzterrassen
  7. Holz und WPC: Welches Material fühlt sich besser an?
  8. Nachbehandlung von Holz und WPC: Wie hoch ist der Pflegeaufwand?
  9. Fazit: Checkliste Holzterrasse vs. WPC

    1. WPC und Holz: Das Ausgangsmaterial

Holz ist ein natürlicher Werkstoff, dessen industrielle Verarbeitung vor allem darin besteht, in Dielenform geschnitten zu werden – verwendet wird dafür vor allem das Kernholz. Hinzu kommt in der Regel eine Oberflächenbehandlung, möglicherweise eine Färbung und bei bestimmten Holzarten eine zusätzliche thermische Behandlung. Der große Variationsreichtum von Holz mittels verschiedener Maserungen, Wachstumsmerkmale und Farbnuancen ermöglicht umfangreiche Gestaltungsmöglichkeiten für eine Holzterrasse.

Bei WPC bzw. Wood Plastic Composite sieht der Fertigungsprozess dagegen ganz anders aus. WPC ist ein Verbundwerkstoff, der aus Holzmehl und Kunststoff besteht. Der Holzanteil ist von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich, beträgt jedoch immer mindestens 50 Prozent. Zusammen mit verschiedenen Zusätzen, die die Farbe beeinflussen oder die Widerstandsfähigkeit des Materials erhöhen, werden die einzelnen Komponenten zu einem homogenen Gemisch verbunden und unter hohem Druck in Form gegossen, gespritzt oder gepresst. Durch die industrielle Fertigung ergibt sich eine durchgehend einheitliche Optik.

2. Die Vorzüge einer Holzterrasse

Holz gilt im Wohnungsbau als einer der beliebtesten Materialien überhaupt, denn es ist ein ebenso natürlicher wie nachhaltiger Werkstoff. Es spielt daher kaum eine Rolle, wie Holz individuell zum Einsatz gebracht wird – eine Terrasse aus Holz strahlt schon von Natur aus eine ansprechende, authentische Gemütlichkeit aus, die zum Verweilen und Entspannen einlädt.

Weitere Vorteile einer Holzterrasse:

    • Eine Holzterrasse ist relativ unempfindlich gegenüber Frost und Kälte.
    • Die Auswahl an verschiedenen Holzdielen ist sehr umfangreich – das gilt für optische Merkmale ebenso wie für qualitative.
    • Eine Holzterrasse ist angenehm fußwarm, heizt sich bei direkter Sonneneinstrahlung im Sommer aber nicht unangenehm auf.
    • Die Längenausdehnung einer Holzterrasse ist geringer als bei WPC.

3. Die Vorzüge einer WPC Terrasse

Aufgrund der Tatsache, dass WPC aus verschiedenen Materialien besteht, könnte man auf die Idee kommen, dass es besonders leicht porös wird oder splittert, wie das bei Holz nach einiger Zeit die Regel ist. Doch das Gegenteil ist der Fall. WPC ist absolut splitterfrei und damit nicht nur zum Barfußlaufen auf der Terrasse perfekt geeignet, sondern auch der Einsatz als Poolumrandung ist uneingeschränkt empfehlenswert.

Weitere Vorteile einer WPC Terrasse:

    • Eine WPC Terrasse ist witterungsbeständig, robuster und formstabiler als eine Holzterrasse.
    • Der Pflegeaufwand einer WPC Terrasse ist gering, nach der Ersteinpflege ist kaum noch Pflege notwendig; zudem ist sie wartungsarm.
    • Eine WPC Terrasse ist resistenter gegenüber Salz- und Chlorwasser, Pilzen, Moosen und anderen Schädlingen.
    • Eine WPC Terrasse ist farbbeständiger und setzt weniger Patina an als eine Holzterrasse.
    • Eine Nachsortierung oder ein Nachschliff ist bei einer WPC Terrasse nicht notwendig.

Dachterrasse WPC

4. Die Preise für Holz und WPC Terrassen

Sowohl bei Holz als auch bei WPC liegen die Kosten im Rahmen einer bestimmten Preisspanne, die im Großen und Ganzen das Preis-Leistungs-Verhältnis gut widerspiegelt.

Für WPC Dielen ist diese Preisspanne allerdings insgesamt höher angesiedelt. Grund dafür ist die aufwändige und zum Teil hochmoderne industrielle Fertigung, die für ausgesprochen positive Materialeigenschaften sorgt. Unterschiedliche Mischungsverhältnisse hinsichtlich Holz und Kunststoff sowie die Verwendung unterschiedlicher Additive sorgen bereits für kleinere qualitative und preisliche Unterschiede. Entscheidend für den Preis ist in der Regel jedoch das verwendete Profil: Massive WPC Dielen sind am teuersten, weil für sie nicht nur mehr Material zum Einsatz kommt, sondern sie dieses zusätzliche Material auch noch widerstandsfähiger und robuster macht. Entsprechend günstiger, aber auch weniger beständig sind WPC Dielen mit Hohlkammer Profil.

Im Gegensatz zum industriell gefertigten und dadurch modifizierbaren WPC muss man für eine Holzterrasse – lapidar gesprochen – nehmen, was die Natur zu bieten hat. Das ist selbstverständlich alles andere als schlecht, erklärt aber unmittelbar die Preisspanne: Sie liegt aktuell zwischen 5,45 €/lfm (Weichholz) und 8,40 €/lfm (Hartholz).

Während die heimischen Nadelhölzer aus dem unteren Preissegment (Douglasie und Lärche) über keine besonders herausragende Stabilität verfügen, weisen die Tropenhölzer (Bangkirai, Cumaru, Garapa, Ipe, Massaranduba) und thermisch veränderten heimischen Harthölzer (Thermoesche) aus dem oberen Preissegment hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Widerstandsfähigkeit, Härte und Lebensdauer auf. Dazwischen liegen viele weitere heimische Harthölzer mit diversen positiven Eigenschaften.

5. Ist eine Holzterrasse langlebiger als eine aus WPC?

Um die Beständigkeit verschiedener Hölzer oder WPC Dielen zu ermitteln, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten zur Verfügung. Bei Holz ist das die Dauerhaftigkeitsklasse. Jede Holzart ist einer der fünf Klassen zugeordnet, wobei die Klasse 1 diejenigen Hölzer mit der höchsten Beständigkeit und Lebensdauer enthält. Dazu zählen zum Beispiel alle Tropenhölzer mit einer ungefähren Lebensdauer von bis zu 25 Jahren, da sie die höchste Dichte und Pilzresistenz aufweisen. Alle anderen Holzarten sind weniger beständig.

Bei WPC entscheidet vor allem das Mischungsverhältnis über den Grad der Beständigkeit: Je höher der Holzanteil ist, umso weniger beständig ist das Material, denn Kunststoff ist grundsätzlich robuster und langlebiger als Holz. Massive WPC Dielen mit einem entsprechend günstigen Mischungsverhältnis können eine Lebensdauer von zehn bis 20 Jahre erreichen.

6. Optische Unterschiede zwischen WPC und Holzterrassen

Optisch hat eine Holzterrasse ganz klar mehr Abwechslung zu bieten als eine WPC Terrasse. Die vielen verschiedenen ursprünglichen Holzfarben, Maserungen, Wachstumsmerkmale und Astlöcher machen jede einzelne Holzdiele zu einem Einzelstück mit einer ganz individuellen Ausstrahlung. Dennoch können je nach Holzart und Sortierung persönliche Präferenzen berücksichtigt werden und je nach gewünschter Wirkung eine auffällige oder zurückhaltende Optik gewählt werden.
Aufgrund des homogenen Erscheinungsbildes und der fehlenden wachstumsbedingten Unterschiede wirkt eine WPC Terrasse automatisch ruhiger und dezenter als eine Holzterrasse. Für subtile Abwechslung können hier Oberflächenstrukturen wie feine oder grobe Rillen sorgen. Das handelsübliche Farbspektrum beschränkt sich in der Regel auf holztypische Nuancen, obwohl theoretisch die gesamte Farbpalette abbildbar wäre.

7. Holz und WPC: Welches Material fühlt sich besser an?

Auf diese Frage gibt es eine klare Antwort: Holz fühlt sich besser an. Es ist natürlich gewachsen, hat eine angenehme Textur und ist mit der passenden Oberflächenbehandlung ein faszinierender Werkstoff mit Charakter, den man gerne anfasst. Aber: Holz kann splittern. Und das ist für eine Holzterrasse eine entscheidende Einschränkung, wie jeder aus leidvoller Erfahrung weiß, der schon einmal einen Splitter im nackten Fuß stecken hatte. Weichholz neigt am ehesten zur Splitterbildung und ist deshalb für Barfußläufer oder spielende Kinder nicht geeignet. Selbst das dichteste und härteste (sowie teuerste) Tropenholz kann nicht zu hundert Prozent die Gefahr einer Splitterbildung verhindern, wenn auch deutlich minimieren.

Das ist bei WPC Dielen anders: Auch nach vielen Jahren ist und bleibt das Material komplett splitterfrei, sogar wenn der Holzanteil relativ hoch ist – das Material ist schlicht zu homogen und fest zusammengepresst. Zudem ist eine WPC Terrasse ausgesprochen rutschfest und daher zum Barfußlaufen, auch mit nassen Füßen, sehr gut geeignet.

8. Nachbehandlung von Holz und WPC: Wie hoch ist der Pflegeaufwand?

An diesem Fakt gibt es leider nichts zu rütteln: Eine Holzterrasse ist pflegeintensiv. Damit Sie von der höchstmöglichen Lebensdauer profitieren können, müssen die Holzdielen regelmäßig und intensiv gepflegt werden, um einerseits die Farbintensität zu erhalten und die Holzporen gleichzeitig vor Schmutz und Wasser zu schützen. Direkt nach dem Verlegen beginnt die erste Behandlung mit (Farb-)Öl, die im besten Fall ein- bis zweimal im Jahr wiederholt wird. Dem Einölen sollte immer eine gründliche Reinigung vorausgehen.

Der Kunststoffanteil im WPC sorgt dagegen dafür, dass der Pflegeaufwand für eine WPC Terrasse sehr gering ist. Nach einer Ersteinpflege direkt nach dem Verlegen benötigt eine WPC Terrasse keine besondere Pflege mehr. Auch die regelmäßige Reinigung ist einfach: Sie kann bei normaler Verschmutzung aus Wasser oder milder Seifenlauge bestehen, dauerhafte Flecken können mit einem speziellen WPC Reiniger entfernt werden.

9. Fazit: Checkliste Holzterrasse vs. WPC

Zählt man die praktischen Vorteile des jeweiligen Terrassenbelags zusammen, ergibt sich für WPC ein kleiner Vorsprung. Doch damit ist die WPC Terrasse noch lange nicht der „Sieger“, denn so leicht ist es natürlich nicht. Wenn zum Beispiel der objektiv überzeugendste Punkt für eine WPC Terrasse, die Splitterfreiheit, für Ihre persönlichen Bedürfnisse gar keine Rolle spielt, sieht die Sache nämlich schon wieder ganz anders aus. Deshalb haben wir an dieser Stelle für Sie noch einmal alle Argumente aufgelistet und gegenübergestellt:

 HolzterrasseWPC Terrasse
Natürlichkeit und Ausstrahlung des Materials 
Unempfindlichkeit ggü. Sonneneinstrahlung und Kälte 
Resistenz ggü. Wasser, Schädlingen, Pilzen, Moosen
Preis-Leistungs-Verhältnis 
Pflegeleichte Nutzung 
Hohe Lebensdauer 
Splitterfreiheit und Rutschfestigkeit 
Nutzung für Kinder und Haustiere 
Nutzung zur Poolumrandung 
Gestaltungsvielfalt 
Schnelle Montage ohne Nachsortieren und Nachschliff 

Gewichten Sie am besten selbst, welche Punkte die höchste Relevanz für Sie haben und treffen Sie anschließend Ihre Wahl. Wir kennen natürlich Ihre persönliche Situation nicht, können Ihnen aber versprechen, dass es grundsätzlich keine falsche Entscheidung gibt: Sowohl WPC als auch Holz sind hervorragende Materialien für eine langlebige Terrasse zum Wohlfühlen!